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Erdgasumbau

Als Erdgasumbau wird die Umrüstung eines Kraftfahrzeugs auf die zusätzliche Nutzung von Erdgas (verdichtetes Erdgas) bezeichnet. Prinzipiell eignet sich diese Technik für jedes Fahrzeug mit einem Benzinmotor, lediglich solche mit Direkteinspritztechnologie sind hiervon ausgenommen. Die Technologie, welche bei einem Erdgasumbau angewandt wird, ist bereits sehr ausgereift und seit ca. 30 Jahren im Einsatz, so dass die Sicherheitsstandards ausgesprochen hoch sind. Daher es mittlerweile auch Fahrzeugen mit Erdgasumbau i. d. R. erlaubt, in Tiefgaragen zu parken, was in früheren Jahren aufgrund der Unsicherheiten bezüglich des Sicherheitsstandards – beispielsweise bei den befürchteten Leckagen – häufig untersagt war.

Im Zuge eines solchen Erdgasumbaus können unterschiedliche Anlagen zum Einsatz kommen, diese sind Anlagen mit Flüssigkeitseinspritzung, Venturianlagen oder die sog. sequentiellen Anlagen. Diese technischen Varianten sind jedoch verschieden effizient, d. h. dass der Kraftstoffverbrauch aufgrund der unterschiedlichen Funktion variieren kann. Allen gemein ist aber die Tatsache, dass Fahrzeuge mit Erdgasumbau ihren bisherigen Benzintank behalten und der zusätzliche Erdgastank oft dort installiert wird, wo bislang das Reserverad seinen Platz hatte.
Hierdurch kann der Platzverlust durch die Umrüstung sehr gering gehalten werden. Dank der Tatsache, dass der Benzinantrieb weiterhin erhalten bleibt, wird ein sog. bivalenter Antrieb erzeugt. Dies bedeutet, dass der Antrieb entweder manuell oder auch automatisch von Benzin auf Erdgas und wieder zurück umgeschaltet werden kann. Nur für den Startvorgang sowie die ersten Kilometer ist zwingend der Benzinantrieb vorgegeben, die Umschaltung auf Erdgas erfolgt, sobald der Motor eine gewisse Temperatur erreicht hat.

Der bivalente Antrieb eines Fahrzeugs mit Erdgasumbau bringt zwar aufgrund des höheren Kraftstoffverbrauchs und des geringeren Energieinhaltes von Erdgas einen Mehrverbrauch mit sich, jedoch sind die Verbrauchskosten gegenüber einem reinen Benzinmotor deutlich geringer. Dies begründet sich in erster Linie durch die steuerliche Subventionierung des Treibstoffs, die noch bis Ende 2018 festgeschrieben ist. Neben den Kosten für die Umrüstung des Autos – die je nach Fahrzeug und technischer Ausrüstung (Beispiel: Anzahl der Zylinder) bei max. 3.000 € liegen können – sind auch Kosten für die zusätzliche Prüfung der Erdgasanlage im Zuge der Hauptuntersuchung zu berücksichtigen. Mit einem Auto mit Erdgasumbau kann sich bei überwiegender Nutzung von Erdgas je Ausführung und weiteren technischen Aspekten wie etwa der Motorleistung und der Größe des Erdgastanks eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern erzielen lassen. Im Internet finden sich zahlreiche Möglichkeiten, mittels Amortisationsrechnern die Wirtschaftlichkeit eines Erdgasumbaus unter den individuellen Rahmenbedingungen (Fahrverhalten bzw. Fahrleistung, Motortyp, Modell usw.) zu bestimmen. In den meisten Fällen amortisiert sich die Investition in einen Erdgasumbau rasch. Daneben ist für viele Autofahrer aber auch der geringe Schadstoffausstoß von Bedeutung, denn dieser ist bei Erdgas ca. 20 % geringer als bei Benzin, so dass ein nicht unwesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird.

Für die meisten Autobesitzer wird jedoch angesichts ständig steigender Spritpreise eher die Kostenersparnis ein Argument für die Erdgasumrüstung sein, die noch für viele Jahre dank der Steuervorteile genutzt werden kann. Gerade in der jüngeren Vergangenheit werden immer wieder die geringen Reserven bzw. Ressourcen an fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas zu einem wichtigen Aspekt, denn die zunehmende Rohstoffverknappung zwingt uns alle und besonders die Industrie dazu, nach Alternativen zu suchen.

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